Ich möchte Menschen auch Mut machen, so ein gequältes Tier aufzunehmen!

Oro in der Perrera

Geschichte OROS:
Ich war täglich auf der Internetseite von Windhunde in Not, wieder kam ne ganze Ladung von ausgedienten Galgos. (Eigentlich war ich nicht in der Lage einen zweiten Hund aufzunehmen.) Ein Hund nach dem anderen fand einen schönen Platz, nach 4 Wochen las man dann, von den noch Übrigen, wurde einer nach dem anderen gestohlen oder eingeschläfert. Oro war auch ein Kandidat der nun ziemlich lange in der Tötungsstation war, und jeder Tag länger, war er dem Tode nahe. Ich kann euch nicht sagen, wieviel Liter Tränen ich wegen diesem Hund vergoß! Keiner hatte Interesse an ihm.
Eigentlich bin ich Podenco-Fan, aber ich konnte diesen Hund nicht leiden sehen. Ohne zu überlegen, schickte ich ein Mail los, mit der Bitte diesen Hund sofort raus zu holen, egal was es kostet und in den nächsten Flieger nach Stuttgart. Ich werde ihn als Pflegemama zu mir nehmen.
Es wurden Flugpaten gesucht, Oro wurde Blut abgenommen, mit dem Ergebnis: Filaria pos., Leishmaniose pos. Er hatte eine infizierte Wunde am Hals und überall Narben.
Nun war die Frage ob ich ihn überhaupt noch haben möchte? Jetzt habe ich 4 Wochen wegen diesem Hund gelitten und werde ihn nicht im Stich lassen.
Vor seinem Abflug wurde noch eine Wunde am Hals operiert, der Flug ging 2 Stunden länger als geplant. Dieser Hund hatte also in seinem Leben nur das Pech angezogen.
Als er ankam war er total durcheinander, hatte in der Kiste nur gebellt und geweint. Ein Häufchen Elend!!!!
Die Wochen danach waren sehr anstrengend für ihn, er hatte hohes Fieber durch die infizierte frisch operierte Wunde. Ich war manchmal nicht sicher, ob er den nächsten Tag überleben wird. Liebe und Zärtlichkeit lies er nicht zu, knurrte mich an oder wollte beißen. Für mich verständlich, da dieser Hund in seinem Leben keine Liebe kannte, und er sich durch meine Nähe bedrängt fühlte. Als die Infektion endlich bekämpft war und seine 12 Fäden gezogen wurden, kam die nächste Therapie, Filaria. Ich mußte in Deutschland erst eine Klinik finden, die sich darin auskennt und die Medikamente dafür hatte. In diesen 6 Wochen hatte ich dann die Angst, Oro könnte an einer Lungenembolie sterben. Er sollte sich ja möglichst nicht bewegen. Wie mache ich das einem Windhund klar?
Mittlerweile gehört dieser Lausbub zu unserer Familie, und um kein Geld der Welt werde ich mich von ihm trennen.
Aus ihm wurde in kürzester Zeit der größte Schmuser, und läßt sich nur noch verwöhnen. Er hat all seine Krankheiten überwunden mit viel Geduld und Liebe.
Ihr seht, auch ein solch kranker Hund hat eine Chance verdient, und er gibt diese Mühe, die man hat, mit viel Freude und Liebe tausendmal mehr zurück! Es lohnt sich immer für sie zu kämpfen!
Ich bin so glücklich mit meinen zwei Lausbuben und freue mich jeden Tag auf sie!


Liebe Grüße Ulrike