
Alejandra (Almendralejo)
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Alter: ca. 7,5 Jahr (12/2002)
Kastriert: ja
Schulterhöhe: ca. 50 cm
Herkunft: Almendralejo
Aufenthaltsort: bei Bonn
Kontakt: 02252 / 834 456
Mail: Wortspiel1@aol.com / koerbchengesucht@t-online.de



Ja, das kann man wohl laut sagen, daß ich mich total verändert habe, seit ich die Perrera von Almendralejo verlassen habe.
Man erkennt mich kaum wieder.
Natürlich haben fünf Jahre Gefängnis Spuren hinterlassen.
Aber langsam verschwinden die und mein neues, mein zweites Leben wird sichtbar.
Aber vielleicht besser mal der Reihe nach.
Mein Name ist Alejandra.
Seit Anfang Juni lebe ich jetzt auf einer Pflegestelle in der Nähe von Bonn.
Hier bin ich allerdings nicht der einzige Vierbeiner.
Nein, es gibt noch zwei ständig maunzende und immer Hunger habende Kater. Clever wie ich bin habe ich die von Anfang an ignoriert. Ich könnte also prima in ein Rudel mit Katze vermittelt werden.
Außerdem leben hier in der Pflegefamilie noch zwei Hundedamen. Auch mit denen gibt’s überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil. Mittlerweile bin ich schon so fit, daß wir zu einem kurzen Wettrennen durch den Garten starten können.
Ja, stellen Sie sich vor, mir geht’s so gut, daß ich das Spielen angefangen habe.
So unbekümmert und glücklich bin ich. Es ist einfach wunderbar. Das findet übrigens auch mein Pflegefrauchen, daß weiter unten zu Wort kommen darf.
Erst möchte ich noch ein bißchen über mich erzählen.
Geboren wurde ich etwa Ende 2002. Ich bin also jetzt so ungefähr 7,5 Jahre alt.
Aber, wie ich schon gesagt habe, die lange, lange, lange Zeit in der Perrera hat Spuren hinterlassen.
Meine Muskulatur baut sich zwar wieder auf.
Und mein Fell wird schön und glänzend.
Aber meine Wirbelsäule wird sich wohl mehr reparieren. Die Spondylose hat zugeschlagen.
Im Augenblick macht mir das überhaupt keine Probleme. Aber es kann natürlich sein, daß ich irgendwann mal Schmerztabletten brauche.
Und ob ich wirklich hundert Jahre alt werde, da bin ich auch nicht so sicher.
Deshalb ist es auch nicht so schlimm, daß ich bereits erste Ansätze von grauem Star habe.
Ja, meine Augen sind nicht mehr so gut, wie sie als junger Hund waren.
Aber wozu brauche ich Augen, wenn ich doch eine Nase habe?
Selbst wenn ich also so lange lebe, daß ich vielleicht irgendwann blind werde, dann werde ich mich immer noch prima mit meiner Nase zurecht finden.
Die ist ohnehin ständig in Bewegung.
Hier muß ich schnuppern, da muß ich schnüffeln. Noch immer kann ich nicht glauben, was es alles zu riechen und zu entdecken gibt.
In fünf Jahren Perrera habe ich das wirklich alles vergessen. Und so finde ich jetzt auf’s neue raus, daß manche fliegenden Blätter Schmetterlinge heißen. Die sind unglaublich. Die können mitten im Flug die Richtung wechseln.
Ja, ich entdecke das Leben ein zweites Mal. Wie ein Welpe. Und es ist herrlich, das können Sie mir glauben. Mich zu beobachten, wie ich im Gras herum kugle und mich des Lebens freue, das ist schöner als ein Sechser im Lotto. Weil mein Glück so von innen kommt.
Wie gerne würde ich es mit meinen Zweibeinern teilen.
Allerdings wird es nicht einfach meine Zweibeiner zu finden.
Denn nicht nur die Wirbelsäule macht Probleme und die Augen werden schwächer. Nein, da gibt’s auch noch an beiden Gesäugeleisten Mammatumore, die entfernt werden müssen.
Mir wär’s am liebsten, ich könnte nach der OP nach Hause fahren.
Wie das klingt. Zuhause.
Können Sie sich vorstellen wie es ist, ein halbes Leben kein Zuhause zu haben?
Mir ist es so ergangen.
Jedenfalls wär’s schön, ich könnte nach der OP von meinen Menschen betreut werden.
Hier in der Pflegestelle gibt man sich zwar alle Mühe, aber irgendwie ist das nicht das Selbe.
Davon abgesehen kann der Eingriff auch erst Mitte des Sommers erfolgen.
Bis dahin bin ich kräftig genug die OP zu überstehen.
Und bis dahin liegt meine Zahnsanierung auch weit genug zurück.
Ja, meine Zähne habe ich schon in Ordnung bringen lassen hier in Deutschland. Blitzeblanke Beißerchen habe ich jetzt. Da gibt’s überhaupt nix zu bemängeln.
Aber zurück zu meiner Gesäugeleisten- OP.
Wenn Sie ein Körbchen für mich frei haben, werden die Kosten für die OP von „Körbchen gesucht“ übernommen.
Natürlich sind das alles nicht so rosige Aussichten.
Und natürlich werde ich vermutlich eher sterben als ein Welpe, den Sie sich möglicherweise von irgendeinem Züchter kaufen können.
Aber hat ein Hund wie ich nicht das Recht glücklich zu sein? Ich bin doch auch ein Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen und Wünschen und Träumen.
Mein Traum wäre es bei Ihnen auf dem Sofa zu liegen und sanft in den Schlaf gestreichelt zu werden.
Mein Traum wäre es, jeden Tag ein bißchen spazieren zu gehen und das eine oder andere kleine Abenteuer zu erleben. Oder eine neue Entdeckung zu machen.
Einfach das Leben zu fühlen.
Dann würde ich mir noch wünschen, daß ich regelmäßig zu essen und zu trinken bekomme.
Und dann bin ich wunschlos glücklich.
Meine Ansprüche an das Leben habe ich total zurück geschraubt.
Einfach nur geliebt werden, ja, ich glaube das wär’s.
Meinen Sie, Sie können mich lieb haben?
Denken Sie halt mal drüber nach.
Ich verrate schnell noch, daß ich selbstverständlich geimpft, gechipt und kastriert in mein neues Leben gestartet bin.
Und jetzt gebe ich die Tastatur weiter an mein Pflegefrauchen.
Nun ist Alejandra bereits drei Wochen bei uns. Wir können nur Positives berichten.
Vom Baden über das Ohrreinigen bis hin zur täglichen Fellpflege: Alles lässt sie ganz geduldig über sich ergehen. Sie ist ein absoluter Schatz.
Stets bemüht, alles richtig zu machen und immer auf der Suche nach ein paar Streicheleinheiten. Alex, so wird sie hier genannt liebt es, gestreichelt zu werden. Davon kann sie nicht genug bekommen. Am liebsten mag sie es, am Kopf geschmust zu werden, lässt sich aber überall knuddeln.
Als sie zu uns kam war sie ein Häufchen Elend. Der ganze Hund hat eine tiefe Traurigkeit, Verzweiflung und Unsicherheit ausgestrahlt. Davon ist nichts mehr zu sehen. Die Augen strahlen, das Fell glänzt und sie strahlt eine Lebensfreude aus… Sie fängt bereits an zu spielen und tobt durch den Garten. Dabei sieht sie aus, als würde sie Lachen. Wenn sie gelobt wird, dann galoppiert sie durch den Garten und macht richtige Luftsprünge, so freut sie sich.
Mit unseren zwei Hunden versteht sie sich blendend und orientiert sich sehr an ihnen. So ist es selbstverständlich, dass sie die großen Waldrunden mitläuft und ordentlich Muskeln bekommen hat.
Mit den Katzen gibt es auch keine Probleme. Die interessieren sie nicht. Vor Kater Frodo hat sie sogar ein bisschen Angst. Ihm geht sie lieber aus dem Weg.
So, jetzt haben Sie auch gelesen, was mein Pflegefrauchen zu sagen hat.
Also wenn Sie meinen, ich darf den Rest meines Lebens bei Ihnen verbringen, dann melden Sie sich doch bei Steffi Ackermann.
Ich verrate Ihnen die Mailadresse: Wortspiel1@aol.com oder koerbchengesucht@t-online.de Sie können auch anrufen: 02252 / 834 456 (da läuft aber schon mal das Band, weil Steffi auf der anderen Leitung telefoniert).

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