Hallo Romy,
bei Hugo gibt es leider nur wenig zu berichten.
Seit der fast wundersamen Besserung von Freitag bis Sonntag in der Klinik (von völlig gelähmten Hinterläufen am Freitag bis hin zum wackelingen Gang mit häufigem Umfallen am Sonntag), geht es nur ganz, ganz langsam voran.
Wir haben die Kortisongaben mittlerweile ganz langsam von 20mg/Tag auf 7,5 mg/Tag gesenkt und werden lt. Plan in 14 Tagen bei 0 angekommen sein.
Die Muskeln seiner Hinterläufe sind mittlerweile stark zurückgegangen und ich massiere ihm täglich den Rücken und die Hinterläufe und mache Bewegungsübungen mit ihm - er läßt alles über sich ergehen, das alles hätte er früher niemals geduldet.
Hugo hat keine Schmerzen mehr und geht ganz normal mit uns spazieren, allerdings ist seine Motorik der Hinterläufe nach wie vor gestört. Das äussert sich dahingehend, daß er, wenn er sich z.B. umdrehen will, über seine Beine stolpert und umfällt, daß er, wenn er schneller läuft, zwar mit den Vorderläufen gerade läuft, aber das Hinterteil manchmal so verdreht ist, daß es so aussieht, als wolle das Hinterteil das Vorderteil überholen !
Läuft er langsam auf Stein oder Beton, höre ich seine Krallen über den Boden schleifen und -seitdem ich ihn wieder ohne Leine laufen lasse- hat er manchmal kleinere Blessuren, da er seine Bewegungen noch nicht richtig koordinieren kann und so manchmal irgendwo anstößt.
Der TA in Bad Kissingen erklärte mir, daß zerstörte Nervenbahnen -wenn überhaupt- sich nur sehr langsam regenerieren, und zwar um ca. 1 cm pro Jahr ! Da Hugo's Meningitis erst spät erkannt wurde, weiß man natürlich nicht, wie genau die Nervenbahnen in Mitleidenschaft gezogen wurden und es ist wahrscheinlich, daß er behindert bleiben wird.
Das ist mir aber egal, ich mache, was ich kann, um ihm zu helfen und wenn er behindert bleibt, dann ist es eben so. Hauptsache, er hat keine Schmerzen mehr und muß sich nicht quälen und genießt das Leben trotztdem - und das tut er, davon bin ich fest überzeugt.