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 Onix, was ist Gras ?--NOTFALL

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Jörg
MITGLIED
MITGLIED



BeitragThema: Onix, was ist Gras ?--NOTFALL   Do 11 Dez 2008 - 0:48

Onix



Onix (Gran Canaria)
Rasse: Labrador - Mix
Geschlecht: Rüde
Alter: gut 2 Jahre (04/2006)
Kastriert: ja
Schulterhöhe: ca. 55 - 60 cm
Herkunft: Gran Canaria
Aufenthaltsort: Gran Canaria
Kontakt: 02252 / 834 456
Mail: Wortspiel1@aol.com




Es ist wirklich unglaublich.
Schon zum zweiten Mal habe ich meinen Geburtstag in der Perrera auf Gran Canaria gefeiert.
Und noch immer ist kein Körbchen für mich in Sicht.
Aber der Reihe nach.
Geboren wurde ich ungefähr im April 2006.
Da ich nicht unbedingt zu den Mutigsten und Wildesten aus meinem Wurf gehört habe, bin ich im Alter von ca. fünf Monaten in die Perrera gekommen.
Zum Einschläfern.
Das war im September 2006.
Die Tierärzte, die hier jeden Mittwoch teilweise mehrere Duzend Hunde einschläfern, haben aber irgendwie ein Herz für mich gehabt.
Vermutlich, weil ich so ein bildhübscher Bursche bin.
Die Docs habe mich am Leben gelassen und gehofft, dass sich aufgrund meiner Optik ein neues Körbchen für mich finden lässt.
Weil ich aber eben eine Schißbux bin, will mich hier auf Gran Canaria natürlich niemand adoptieren.
Daß ich eigentlich ein aufgeweckter, fröhlicher Racker bin, der eben noch nichts von der Welt gesehen hat und deshalb unsicher reagiert, ist den Leuten egal.
Dabei möchte ich die mal sehen, wenn man sie auf dem Mars aussetzt und lauter kleine, grüne Männchen auf sie zu gelaufen kommen. Da hätten sie bestimmt auch Schiß.
Aber egal.
Zurück zu mir.
Niemand hat mich adoptiert.
Und so wurde ich älter.
Und größer.
Mittlerweile bin ich mit einer Schulterhöhe von ca. 55 – 60 cm wohl ausgewachsen. Ich bin also ein richtig stattlicher Hund. Und wenn ich mich mal in Pose stelle, bin ich einfach nur bildschön. Dann bleiben alle bewundernd stehen und bestaunen mich.
Allerdings stehe ich nur selten wirklich stolz hier im Gehege. Denn eigentlich gibt’s ja nichts, worauf ich stolz sein könnte.
Zu meinem ersten Geburtstag, im April 2007, haben mir die Tierärzte meine Kastration geschenkt.
Geimpft und gechipt bin ich schon.
Im Juni 2006 hat Steffi dann den ersten Vermittlungstext für mich geschrieben. Aber trotz eines weiteren Fotoshootings hat sich kein Mensch für mich interessiert.
Groß
Schwarz
Rüde
Unerfahren
Zurückhaltend
Keiner will mich.
Also habe ich im April 2008 meinen zweiten Geburtstag hier in der Perrera gefeiert.
In der Zwischenzeit habe ich schon eine Menge gelernt. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass fremde Menschen oft leckere Dinge in den Hosentaschen haben. Das finde ich superklasse. Ja, ich kann guten Gewissens von mir behaupten, bestechlich zu sein.
Von der Welt „da draußen“, außerhalb der Perrera-Mauern, weiß ich natürlich nach wie vor nichts.
Was bitte ist Gras?
Ich lebe so lange ich zurück denken kann auf Beton?
Was ist eine weiche Decke?
Auch die gibt es hier in der Perrera natürlich nicht.
Ich bräuchte also ein Zuhause bei Leuten, die erst mal nichts von mir erwarten, sondern ganz, ganz viel Verständnis für mich haben.
Mein neues Leben müsste ich in kleinen Schritten und in meiner Geschwindigkeit erobern dürfen.
Vermutlich wäre es so, dass ich noch keine 48 Stunden in Deutschland bin, und dann völlig übermütig und voller Lebensfreude durch den Garten renne.
Es kann aber auch sein, dass ich mich erst mal in einer Ecke verkrieche und überlege, ob ich mein neues Leben jetzt gut finde oder nicht.
Dafür müssten die Menschen, die mich adoptieren, Verständnis haben.
Günstig wäre, in meinem Zuhause würde schon ein anderer Hund wohnen. An dem könnte ich mich dann ein bißchen orientieren und mir was abgucken. Wäre für mich einfacher. Ist aber kein Muß, sondern nur eine Möglichkeit.
Wobei ich erwähnen möchte, dass ich selbst ziemlich viel Hundeerfahrung habe. Mit wie viel Hundert Hunden ich schon zusammen gelebt habe, kann ich Ihnen gar nicht sagen. Auf jeden Fall ziemlich viele. Und egal ob Rüde oder Hündin, wir haben uns immer prima arrangiert.
Im Umgang mit Menschenkindern hingegen habe ich überhaupt keine Erfahrung. Die gibt’s hier in der Perrera nicht. Ich denke mit größeren, ruhigen Kids könnte ich mich erst mal arrangieren – bis wir hinterher jede Menge Spaß zusammen haben.
Aber kleine Kinder, die mit den Armen rudern und schreiend durchs Haus rennen, die wären mir glaube ich nicht ganz so recht. Zumal ich ja aufgrund meiner Größe auch schon mal umwerfend sein kann.
Was kann ich noch erzählen?
Hm...
Eigentlich sollte ich Ihnen einfach die Telefonnummer von Steffi geben. Sie kennt mich seit über einem Jahr und kann Ihnen erzählen, wie ich mich weiter entwickelt habe.
Ja, ich denke, das ist eine gute Idee. Rufen Sie einfach bei Steffi (und Pit) in Zülpich (30 Minuten südlich von Köln) an oder schreiben Sie eine Mail.
Die Mailadresse: Wortspiel1@aol.com
Und die Telefonnummer: 02252 / 834 456
Sagen Sie einfach, Sie möchten sich über Onix informieren. Das ist nämlich mein Name.
Vermittlung Deutschlandweit
http://www.koerbchengesucht.de/






Zuletzt von Jörg am So 27 Sep 2009 - 11:20 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Jörg
MITGLIED
MITGLIED



BeitragThema: Re: Onix, was ist Gras ?--NOTFALL   Sa 19 Sep 2009 - 1:23

Auch der Vermittlungstext zu Onix musste aktualisiert werden... er wartet noch immer auf seine Menschen !!







Jetzt dauert es nicht mehr lange, dann feiere ich meinen dritten Jahrestag hier in der Tötungsstation auf Gran Canaria.
Wobei das ja eigentlich kein Grund zum Feiern ist. Eigentlich ist es ein Grund zum traurig sein und weinen.
Andererseits bin ich zumindest noch am Leben. Viele andere Hunde, die ich in den bald drei Jahren hier hinter Gittern kennen gelernt habe, haben das Glück nicht. Die wurden an einem Mittwoch eingeschläfert.
Ich aber lebe.
Und ich habe sogar einen Namen.
Onix.
Geboren wurde ich etwa im April 2006.
Fünf Monate später bin ich dann hier hinter Gittern gelandet.
Eigentlich war mein Schicksal besiegelt.
Denn ich war schon als Junghund im Alter von fünf Monaten unsicher, ängstlich und habe mich dem Menschen gegenüber total distanziert verhalten.
Damals schon.
Dann war klar, daß ich ein großer, schwarzer Rüde werde.
Jedes für sich betrachtet hätte eigentlich schon gereicht, um mich einzuschläfern. Weil ich eigentlich keine Chance auf Vermittlung habe.
Was ja auch stimmt, wie sich jetzt zeigt.
Und trotzdem lebe ich.
Das habe ich Andrea zu verdanken.
Sie versucht uns Hunden hier in der Tötungsstation zu helfen.
Und sie hat sich in mich verliebt.
Wider allen Verstands hat sie beschlossen, mich in einen der sicheren Zwinger umzusetzen.
Und da lebe ich jetzt seit fast drei Jahren.
Wobei leben so relativ ist.
Okay, ich esse, trinke und erledige meine Geschäfte.
Ich halte Siesta in der Sonne und stelle mich bei Regen unter.
Aber das ist auch schon alles, was ich vom Leben habe.
Menschen gegenüber bin ich immer noch sehr distanziert. Andrea kommt mich zwar mehrmals in der Woche hier im Zwinger besuchen. Aber so richtig Vertrauen habe ich zu ihr noch nicht gefaßt.
Und wenn jemand anders mit zu Besuch kommt, Steffi zum Beispiel, dann sehe ich zu, daß ich möglichst einen Sicherheitsabstand zwischen mir und den Menschen habe. Auch von Andrea lasse ich mich nicht gerne anfassen, wenn Fremde mit dabei sind.
Okay, wenn ich dann irgendwo liege und jemand kommt zu mir, dann lasse ich mich anfassen. Aber ich könnte nicht behaupten, daß ich die Berührung genieße. Eher im Gegenteil.
Am wohlsten fühle ich mich zwischen anderen Hunden.
Im Prinzip bin ich mit allen Artgenossen verträglich. Bei Mädels bin ich wirklich charmant. Von anderen Rüden lasse ich mir aber natürlich nicht alles gefallen. In den Jahren hinter Gittern habe ich schon gelernt mich zu behaupten.
Von daher wäre das ideale Zuhause für mich eines, in dem ein oder zwei große, souveräne Hundedamen leben, an denen ich mich orientieren kann und die mir Sicherheit geben.
Nicht nur im Umgang mit dem Menschen, sondern überhaupt.
Ich kenne ja nichts und weiß ja nichts.
Hin und wieder nimmt mich Andrea aus dem Zwinger raus. Mittlerweile laufe ich auch schon einigermaßen mit ihr mit. Aber wenn irgendwo in meiner Nähe ein fremdes Geräusch ist, eine Autotür knallt, was auch immer, dann möchte ich am liebsten im Boden versinken.
Ja, man muß mich sehr, sehr, sehr geduldig an der Pfote nehmen.
Ich bin ein Hund, an den man keinerlei Anspruche stellen darf.
Wenn ich mein Geschäft im Haus erledige, muß das genau so egal sein, wie wenn ich ins Sofa beiße.
Ich muß alles lernen. Wie ein Welpe.
Nur daß ein Welpe den Vorteil hat, daß er eben NUR nichts kennt und nichts weiß. Bei mir kommen über dreieinhalb Jahre negative Erfahrungen dazu, die es erst mal aufzuarbeiten gilt.
Das geht nicht von heute auf morgen. Nicht von diesem Monat auf den nächsten. Und sicher auch nicht von einem Jahr aufs andere.
Ich bin ein Problemhund und werde das auch den Rest meines Lebens bleiben.
Von daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß ich den Rest meines Lebens hier in der Tötungsstation verbringen werde.
Weil ich eben eigentlich unvermittelbar bin.
Was sich im Alter von fünf Monaten abgezeichnet hat, ist Realität geworden.
Trotzdem gebe ich die Hoffnung noch nicht so ganz auf, daß ich nicht vielleicht doch irgendwann mal Glück habe.
Daß es irgendwo Menschen gibt, die mich einfach leben lassen, ohne etwas von mir zu fordern.
Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, melden Sie sich doch bei Steffi Ackermann in Zülpich.
Sie kennt mich schon ganz, ganz lange und besucht mich immer wieder hier in der Tötungsstation. Sie kann Ihnen sicher noch mehr von mir erzählen.







Hier die Mailadresse: Wortspiel1@aol.com und die Telefonnummer: 02252 / 834 456
Vermittlung Deutschlandweit
http://www.koerbchengesucht.de/


Zuletzt von Jörg am So 27 Sep 2009 - 11:20 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Onix, was ist Gras ?--NOTFALL   Sa 19 Sep 2009 - 10:09

Auch dir drücke ich die Daumen das du bald dein 446 findest.
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BeitragThema: Re: Onix, was ist Gras ?--NOTFALL   Sa 19 Sep 2009 - 12:21

...wir drücken auch wieder fest mit 473
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Jörg
MITGLIED
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BeitragThema: Re: Onix, was ist Gras ?--NOTFALL   Di 23 Feb 2010 - 11:23

Onix darf jetzt endlich lernen, was Gras ist !!
Er ist nun bei einer Freundin von Andrea 859

478 Viel Glück !!!!!!!! 478


Gruss von Jörg,
den beiden vollwertigen Rüdinnen Pebbels und Bubbels und dem chaotischen Weiberhaufen Sienta und Finja



"Ein Zentimeter Hund ist mir lieber,als ein Kilometer Stammbaum." -Dana Burnett
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chayenne8
MITGLIED
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BeitragThema: Re: Onix, was ist Gras ?--NOTFALL   Di 23 Feb 2010 - 19:49

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